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Shifting (2018), Foto: Achim Schäfer

Susanne Thiemann
Strech

10. November bis 9. Dezember 2018

Vernissage: Freitag, 9.11. um 19:30 Uhr
Einführung: Gabriele Lemos, Kunsthistorikerin

Galerie: Herrngasse 375, 84028 Landshut
Öffnungszeiten: Do. bis So. 14 – 17 Uhr; Sa. 11-17 Uhr

In der letzten Einzelausstellung des Jahres präsentiert der Kunstverein Landshut dreidimensionale Arbeiten aus dem oeuvre der Münchner Künstlerin Susanne Thiemann. Sowohl in den plastischen Wandarbeiten als auch in den installativen Objekten geht es Thiemann um Figur als Formelement. Doch diese Figuren treiben es bunt: Pink, hellblau, leuchtend rot, gelb, weiss, schwarz oder gestreift räkeln sie sich über Stühle, hängen von der Decke herab oder erheben sich aufrecht wie klassische Stelen oder menschliche Torsi.
Fasziniert von der Ästhetik der 60er und 70er Jahre gelingt es ihr, ihren Objekten gleichzeitig eine rockige retrohafte Anmutung wie auch eine weiche wiegende Schwere zu verleihen. Technisch perfekt, obwohl es sich häufig um gefundene Alltagsmaterialien wie Fahrradschläuche oder Gartenstuhlbespannungen handelt, verraten die Flechtskulpturen das handwerkliche Können.

Susanne Thiemann ist Korbmachermeisterin und besuchte von 2003 bis 2007 Skulpturklassen von Frida Barankek, Nancy Davidson und Julie Hayward in der Sommer Akademie für Bildende Kunst Salzburg, bevor sie sich ganz der künstlerischen Arbeit verschrieb.



Susanne Thiemann, Objekt


Aldo Canins, Rapsfeld und dunkler Giebel, 2018, Pastell, 46,5 x 62 cm

48. Jahresausstellung des Kunstverein Landshut

Große Rathausgalerie im Rathauskeller, Eingang Grasgasse

17. November bis 9. Dezember 2018

Vernissage: Freitag, 16.11. um 19 Uhr
Begrüßung: Oberbürgermeister Alexander Putz
Einführung: Ursula Bolck-Jopp

Öffnungszeiten: Di. bis Fr. und So.14 – 18 Uhr; Sa. 11-18 Uhr

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Die Jahresausstellung des Kunstvereins Landshut ist eine Institution in der lokalen und regionalen Kulturszene. Immerhin findet sie schon zum 48. Mal statt, zuverlässig, von Vielen erwartet, ein fester Termin im Veranstaltungskalender. Am Freitag (16.11.) wird sie in der Großen Rathausgalerie um 19 Uhr eröffnet.
Wie jedes Jahr wird es Neues aus den Ateliers von Künstlern der Region zu sehen geben, aber auch interessante und ungewöhnliche Werke geladener Gastkünstler: Es sind in diesem Jahr die aktuell in München tätigen KünstlerInnen Carolina Camilla Kreusch, Tom Schulhauser und das Künstlerteam Quirin Empl/Martin Mayer.

Martin Mayer und Quirin Empl sind als „mayer+empl“ bekannt für ihre faszinierenden Licht- und Rauminstallationen. Mittels „architectural space intervention“ rekonstruieren siedie Pfeilerhalle der Großen Rathausgalerie als Projektion: Die architektonischen Besonderheiten und baulichen Elemente werden vermessen und mittels einer computergesteuerten Lichtprojektion als digitale Zeichnung auf die reale Architektur übertragen. Das Publikum wird Teil der Licht- und Klanginstallation.

Bei der Bildhauerin Carolina Camilla Kreusch scheinen Zeichnungen in die dritte Dimension auszugreifen. Manches erinnert an technische Geräte, an Laboratorien, manches an Mobiliar, Gebrauchsgegenstände, aber auch an seltsame Lebewesen. Kreusch bespielt mit ihren Objekten eine der separaten Kammern. Sie hat an der Fachschule für Holzbildhauerei Oberammergau und der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe studiert. Aktuell hat sie eine Gastprofessur an der TU Dortmund inne.

Als Preisträger 2018 der Dr. Franz und Astrid Ritter Stiftung in Straubing wurde Tom Schulhauser weit über die Stadt und den Landkreis Landshut hinaus bekannt. Der Künstler geht im Internet auf Jagd - nach Abbildungen von Personen. Diese malt er und setzt sie vor monochrome Hintergründe. Die Einzelbilder versammelt Schulhauser oft zu großen mehrteiligen Tableaus. Besonders beeindruckt sein „Jüngstes Gericht“, eine Neuinterpretation von Michelangelos berühmten Fresko.

Sehenswert sind auch die Werke der Künstler aus den Reihen des Kunstvereins. Insgesamt haben sich 42 Künstler mit 143 Werken um eine Teilnahme an der Jahresausstellung beworben. Die Jury aus drei externen Kunstsachverständigen (Astrid Schröder, Christian Hess und Peter Engel) und zwei Kunstvereinsmitgliedern (Raimund Reiter und Nikodemus Löffl) hat 31 Künstler mit insgesamt 46 Exponaten ausgewählt:
Renato Rill wirft einen messerscharfen Blick auf die aktuelle politische Lage. Uli Schmid konstruiert einen bärtigen Riesenkopf aus Elektroschrott. Nikodemus Löffl stellt in seinem Beitrag die Frage nach der Wahrheit, Ute Haas fordert in ihrem Gemälde dazu auf, doch bitte die Gläser wegzuräumen - um nur einige Beispiele zu nennen.

Während der Jahresausstellung können sich die Mitglieder des Kunstvereins die "Jahresgabe 2018" abholen. In diesem Jahr ist es eine computergenerierte Grafik von Zita Habarta.




Carolina Camilla Kreusch, Zebrär, 2018, Größe variabel,
Objekt, Foto: Amelie Niederbuchner



Tom Schulhauser, Das Jüngste Gericht, 2014, Öl auf Leinwand, 96 Einzelbilder, insg. 985 x 930 cm
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