Koloman Wagner
Skulptur

Ausstellungsdauer: 14.02. – 08.03.2026
Eröffnung: Freitag, 13. Februar um 19.30 Uhr
Einführung: Künstlergespräch mit Koloman Wagner und Dr. Antonia Kienberger
Kunstverein Landshut, Herrngasse 375, 84028 Landshut
Öffnungszeiten: Do – So 14 – 17 Uhr
In einer umfassenden Einzelausstellung zeigt Koloman Wagner Skulpturen aus
seiner vielbeachteten Werkgruppe Skulptur als Klanglinie.
Der in Regensburg lebende Bilderhauer und interdisziplinäre Künstler schafft auf
Grundlage von Musik und Klängen Skulpturen aus Holz, die sich aus hunderten und
tausenden von einzelnen geometrischen Elementen zusammensetzen und in einem
aufwendigen Verfahren zu organischen Formen geschliffen werden.
Grundlage seiner Arbeit bildet das Raum-Zeit-Kontinuum, ein Konzept aus der
theoretischen Physik, über das Koloman Wagner Tonfolgen in räumliche Formen
übersetzt. Partituren werden zu Bauplänen für Skulpturen uminterpretiert.
Andersherum werden Objekte zum Ausgangspunkt für eigene Kompositionen.
Räumliche Form und Musik verschmelzen schließlich zu Raum-Klang-Installationen.
Koloman Wagner experimentiert mit Raum und Zeit als verschränktes Medium. Er
betrachtet Form als verallgemeinertes Prinzip der Raumzeit, über das sich
insbesondere Musik, Tanz und räumliche Gestalt miteinander verbinden lassen. So
wird die Sprache der Musik zur Grundlage für eine eigenständige bildhauerische
Formensprache.
Koloman Wagners Arbeiten wurden in zahlreichen nationalen und internationalen
Ausstellungen, wie z. B. der NordArt, der London Art Biennale und im Vasarely
Museum in Budapest ausgestellt und mehrfach ausgezeichnet, unter anderem auf
der internationalen Chianciano Biennale 2024 und zuletzt mit dem Kulturförderpreis
der Stadt Regensburg 2025.
Interessant ist zudem dieser Radiobeitrag: „Bach in Holz“, audioplastische
Skulpturen von Koloman Wagner in Regensburg, Radiobeitrag auf Bayern 2
Kulturleben von Roland Biswurm, 12.11.2025, Bayerischer Rundfunk
Heiner Riepl
FARB-VOGEL FLIEG

Ausstellungsdauer: 10.01.2026 – 01.02.2026
Eröffnung: Freitag, 09.01. um 19.30 Uhr
Begrüßung: Ursula Bolck-Jopp, Vorsitzende des Kunstverein Landshut
Einführung: Christian Schnurer, Vorstand des BBK Landesverband Bayern
Begleitveranstaltung am Sonntag, 25.01.2026 um 14:30 Uhr:
„Nehmt den Pinsel in die Hand und fanget an“
Gesprächsrunde mit Heiner Riepl, Hans Christian Kley, Wolf Erdel und Roland
Biswurm
Partnerveranstaltung mit der Galerie Erdel, Regensburg www.erdel.de
Kunstverein Landshut, Herrngasse 375, 84028 Landshut
Öffnungszeiten: Do – So 14 – 17 Uhr
Mit einer Einzelausstellung des Künstlers Heiner Riepl startet der Kunstverein
Landshut ins neue vielversprechende Kunstjahr 2026. Unter dem hoffnungsfroh
stimmenden Titel „Farb-Vogel flieg“ sind vom 10. Januar bis zum 1. Februar
farbkräftige abstrakte Malerei und raffinierte druckgrafische Arbeiten zu sehen.
Die Eröffnung findet am Freitag, 9. Januar 2026 um 19:30 Uhr statt.
Die Ausstellung „Farb-Vogel flieg“ bietet eine konzentrierte Schau des malerischen
Werks von Heiner Riepl im Dreiklang von Klarheit, Kreativität, Freiheit. Heiner Riepl
lotet konsequent das elementare Potential des Mediums aus: die Qualität der Farbe
und die Beziehung der Farben zueinander. Bei Heiner Riepl behauptet sich die
Malerei in ihrer reinsten Form.
Die Wirkung seiner Arbeiten entsteht durch das Neben- und Zueinander der Farben,
die wie Töne einer Symphonie gesetzt sind. Er selbst betont: Eine Farbe macht noch
keine Farbigkeit. Diese entsteht erst durch Rhythmus und Zusammenklingen
konträrer oder ähnlicher (Farb-)Töne.
Die sorgfältig konzipierten Arbeiten schaffen einen Raum ruhiger Konzentration und
sie erzeugen eine positive Gestimmtheit. Sich auf dieses Gefühl einzulassen,
bedeutet für den Rezipienten auch eine persönliche Selbsterkenntnis.
Das Ausloten des Mediums geht weit über die Farbstudie hinaus. Ebenso beschäftigt sich Heiner Riepl mit den Möglichkeiten der Reduktion in seinen monochromen Arbeiten, die er selbst schlicht als Grafiken bezeichnet. Hier ist es die Spannung zwischen dem weißen Untergrund und dem Schwarz der Zeichnung, das auch da malerisch aufgetragen wird. Neugier und Experimentierfreude führten dazu, diese Ergebnisse auch mit den Mitteln der klassischen Drucktechnik zu erzeugen: Er entwickelte das Verfahren der doppelten Aquatinta im Kupfertiefdruck, verfertigte allerdings keine großen Serien in dieser Technik: Die Wiederholung des immer Gleichen ist seine Leidenschaft nicht, stattdessen schuf er durch unkonventionelle und experimentelle Techniken verblüffende Ergebnisse in der Lithografie und in der Radierung.
Rahmenprogramm zur Ausstellung „Farb-Vogel flieg“
„Nehmt den Pinsel in die Hand und fanget an“ lautet das Leitmotiv für das
Podiumsgespräch am Sonntag, 25. Januar 2026 mit dem Künstler Heiner Riepl,
Galerist Dr. Wolf Erdel, Kulturjournalist Roland Biswurm und Seelsorger Hans
Christian Kley statt. Beginn 14: 30 Uhr.
Über den Künstler Heiner Riepl
Heiner Riepl, geboren 1948 in Kelheim, gehört zu den prägenden Künstlern im ostbayerischen Raum. Als Maler, als Leiter des Oberpfälzer Künstlerhauses Kebbel Villa, in Vereins- und Verbandstätigkeiten und als Sachverständiger beim Ministerium für Wissenschaft und Kunst prägte er das kulturelle Leben entscheidend.
Heiner Riepl begann seine akademische Ausbildung mit dem Studium der Philosophie,
Geschichte und Wissenschaftsgeschichte, bevor er sich an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg einschrieb. Der Weg dieser Ausbildung von Logik und Präzision hin zu Gefühl und Freiheit durchdringt seinen gesamten künstlerischen Weg. Wandte er sich zunächst der figurativen Malerei zu, so erkannte er, wie er selbst sagt, dass dies nicht seine Aufgabe sei. Damit war der Weg von der Figuration zum Abstrakten Expressionismus gefunden. Seit 1980 arbeitet Heiner Riepl als freischaffender Künstler. Er lebt und arbeitet in Kelheim.
Mehr Informationen über die Ausstellungstätigkeit und Ehrungen:
https://heinerriepl.de/index.php/vita
Franz Baumgartner, Ursula Bolck-Jopp, Harry Meyer, Zipora Rafaelov, Raimund Reiter, Manuel Rumpf, Ansgar Skiba
NOCTURNE








Mixed Media
Ausstellungsdauer: 22.11. – 14.12.2025
Einführung: Freitag, 21.11. um 19.30 Uhr
Die Künstler im Gespräch
Kunstverein Landshut, Herrngasse 375, 84028 Landshut
Öffnungszeiten: Do – So 14 – 17 Uhr
Die ersten Nachtstücke hat ANSGAR SKIBA 2003 an der Nordseeküste begonnen. Der Künstler malt direkt nachts vor dem Motiv und entwickelt dabei die Komposition und Lichtführung seiner Nocturnes. Vollendet werden die Nachtstücke im Atelier. Der Prozess der Fertigstellung ist ein Prozess der Verdichtung und des Weglassens, der stets über mehrere Jahre bis hin zu einem Jahrzehnt dauern kann. Bei Fertigstellung liegen dann ca. 20 bis 40 Schichten übereinander – abwechselnd Zeichnung, Lasur und Malerei.
FRANZ BAUMGARTNER hat in seinen Nachtbildern drei Themenschwerpunkte bearbeitet. Dies waren zunächst nächtliche Pastoralen im weichen Nachtlicht der südlichen Toskana, dann die kühlen Nacht- und Nebelbilder des mystischen Niederrheins. Pur und eindringlich kommen dann die Sternenhimmel, häufig auf verschiedenen Expeditionen in die Wüste von ihm bewundert, auf die Leinwand. Dahinter taucht die immer gleiche existentielle Frage nach der eigenen Rolle im Universum auf, wie klein ist das Individuum und wie gewaltig ist es als Teil des kosmischen Ganzen.
URSULA BOLCK-JOPPs Arbeiten sind voller Witz, poetisch, tiefgründig und doch voller Leichtigkeit. Schwarz- und Anthrazittöne wirken bei ihr nicht düster, sondern schaffen eine geheimnisvolle magische Atmosphäre. Der Bildraum bekommt eine unbestimmte Tiefe. Die Künstlerin möchte mit einfachen reduzierten Mitteln, mit wenigen Strichen Geschichten der Nacht erzählen, ein ganzes Kopfkino in Gang setzen, der Fantasie des Betrachters Raum geben.
HARRY MEYER greift nach den Sternen, nicht weil er auf der Erde nichts mehr verloren oder schon alles gefunden hätte, sondern weil er die Betrachter zu einer Umkehr der Blickwinkel auffordert: Unsere weltlichen, vergänglichen Unzulänglichkeiten werden in den Kosmos projiziert, strahlen zurück und ermöglichen dem Menschen in dieser von außen kommenden Betrachtung die Chance zur Selbstreflexion.
Die Skulpturen von ZIPORA RAFAELOV entführen uns in ein Reich der poetischen Stille, in dem die Grenzen zwischen Tag und Nacht, Realität und Traum verschwimmen. Die Betrachter werden eingeladen, in diese Welt einzutauchen, in der das Unsichtbare sichtbar wird und die Nacht ihre eigene, subtile Sprache spricht. Ihre Werke sind keine massiven, statischen Objekte, sondern zarte, beinahe immaterielle Gebilde. Sie sind „Zeichnungen im Raum“, die ihre wahre Wirkung erst im Zusammenspiel mit dem Licht entfalten. Das nächtliche Thema findet seinen Ausdruck in der Dominanz von tiefem Schwarz, welches das Dunkle der Nacht reflektiert.
RAIMUND REITER zeigt Kohlearbeiten auf Papier. Schwarz auf Weiß, Licht oder nicht Licht. Wie einst Novalis huldigt er der nächtlichen Welt. Auf seinen Nachtwanderungen durch den umliegenden Auwald findet er im Restlicht Strukturen im Blätterwerk, auf dem Boden, in den Feldern, die dann mit dem Schwarz der Reißkohle und mit dem Weiß des Papiers inszeniert werden.
MANUEL RUMPF erkundet nächtliche Gewerbegebiete, Industrieanlagen und urbane Randbereiche fotografisch. In der malerischen Umsetzung überträgt der Künstler diese Eindrücke in Öl auf Leinwand oder Tusche auf Papier. Seine Darstellungsweise verzichtet bewusst auf präzise Details und betont stattdessen das Flüchtige und Ungefähre der Erinnerung. Lasierend aufgebaute Farbschichten erzeugen Tiefe und Raum. Seine Arbeiten zeigen menschenleere Umgebungen, oft in künstlichem oder diffusem Licht. Die Orte und Landschaften in Rumpfs Malerei erscheinen als ein Moment zwischen Wahrnehmen und Verschwinden.
55. Jahresausstellung des Kunstverein Landshut
Ilona Maria Amann (Gast) ‧ Ursula Bolck-Jopp ‧ Petra Borgolte-Faupel ‧ Birgit Buchner ‧ Lisa Endriß ‧ Anke Frese-Brammer ‧ Valentin Goderbauer ‧ Thomas Guber ‧ Ute Haas ‧ Zita
Habarta ‧ Robert Kaindl-Trätzl ‧ Rosa Maria Krinner ‧ Michael Lange ‧ Peter Litvai ‧ Dagmar Löffl ‧ Nikodemus Löffl ‧ Ferdinand Mühlbauer ‧ Paul Orsi ‧ Barbara Regner ‧ Raimund
Reiter ‧ Stefanie Reiter ‧ Christine Rieck-Sonntag ‧ Renato Rill ‧ Kathrina Rudolph (Gast) ‧ Uli Schmid ‧ Mario Schoßer ‧ Barbara Schricke ‧ Helmut Seidel ‧ Angelika Sieger ‧ Julia Smirnova ‧ Katharina Timmer ‧ Sandra Tröger ‧ Carmen Valeanu ‧ Ute Zagray


Ort: Große Rathausgalerie im Rathauskeller, Altstadt 315, Eingang Grasgasse
Zeit: 29.11. – 21.12.2025
Eröffnung: Freitag, 28.11. um 19.00 Uhr
Es sprechen:
Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger in Vertretung von Oberbürgermeister Alexander Putz und Ursula Bolck-Jopp, 1. Vorsitzende des Kunstverein Landshut
Öffnungszeiten: Di. bis Fr. und So. 14 – 17 Uhr, Sa. 11 bis 17 Uhr
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Am Freitag, dem 28.11. wird um 19 Uhr in der Großen Rathausgalerie die Jahresausstellung des Kunstverein Landshut eröffnet.
51 Kunstschaffende hatten sich um eine Teilnahme beworben. Die Jury aus drei externen Kunstsachverständigen und zwei Kunstvereinsmitgliedern hat Werke von 32 Künstlern und Künstlerinnen ausgewählt. Wie jedes Jahr wird es nicht nur Neues aus den Ateliers von Kunstschaffenden aus der Region zu sehen geben, sondern auch interessante und ungewöhnliche Werke geladener Gäste: Es sind in diesem Jahr die Künstlerinnen Ilona Maria Amann und Kathrina Rudolph.
Ilona Amann bespielt einen der beiden separaten Räume in der Großen Rathausgalerie. Die gebürtige Allgäuerin lebt und arbeitet im Raum Regensburg. Amann kombiniert Objekte, Collagen und Zeichnungen mit textilen Elementen. Textildesign bildete den Schwerpunkt sowohl in ihrer Ausbildung, als auch während ihrer späteren Lehrtätigkeit an Kunstakademien und Fachhochschulen. Bei ihren freien Arbeiten steht der künstlerische Aspekt im Vordergrund.
Kathrina Rudolph aus Augsburg präsentiert im zweiten Raum ihren ganz persönlichen Blick auf Berlin in Form von Popup-Collagen, deren Hintergrund Stadtteilkarten oder Pläne der Berliner Verkehrsbetriebe bilden. Thematisiert werden die bunte Vielfalt der Bewohner, die Kulturszene, der Zoo, die Hauptstadtpolitik. Auch die Zeit des Nationalsozialismus bleibt nicht ausgespart. Rudolph hat Kunstgeschichte in Münster und Aachen, Kunst an den Akademien in Nürnberg und München studiert.
Wie immer sehenswert sind auch die Beiträge der Kunstvereinsmitglieder.
Ausstellungsbesucher erinnern sich bestimmt an die fragile Installation aus Gläsern von Uli Schmid im letzten Jahr. Jetzt zeigt er eine Jonglage mit Omas Sammeltassen, Kaffeekannen und Zuckerdosen! Ein Elefant als Haustier käme für den Künstler wohl nicht in Frage. Für ihre „Dame mit Haustier“ hat Lisa Endriß einen Schoßhund gewählt. Das Gemälde zitiert Bilder aus der Kunstgeschichte, beispielsweise von Rubens, da Vinci, Renoir oder Picasso. Valentin Goderbauer belegt Hocker mit italienischer Mortadella – natürlich aus lackiertem Holz. Titel: „Eames egal“. Renato Rill verfremdet geistreich eine Wasserwaage. Diese und ebenso die vielen weiteren Exponate sorgen für eine ungewöhnliche, interessante Schau.
Während der Jahresausstellung können sich die Mitglieder des Kunstvereins die
„Jahresgabe 2025“ abholen. In diesem Jahr sind es Multiples von Ursula Bolck-Jopp, es stehen zwei unterschiedliche Motive zur Auswahl.